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ZEIT.geschehen

Ceux qui n’ont pas connu l’ancien régime ne pourront jamais savoir ce qu’était la douceur de vivre.


Nach den langen grauen Regentagen ist auch wieder dieser winzige Ort, hier im Tessin, zum Leben erwacht. Neben den ganzjährigen Hundehalterinnen, die ja tagtäglich zum Gassigehen gezwungen sind, lebt man wieder mehr im Freien.

Mein Nachbar gegenüber mähte vor Frühlingsfreunde innerhalb einer Woche seine 10 qm Wiese gleich zweimal und selbst nach dem gerade 5 Tage zurückliegendem Dauerregen bewässert man die Grundstücke mit den neu in der MIGROS gekauften Sprinkleranlagen.

Ach, wie schön ist doch der Frühling im Tessin und ich denke an die Zeilen in H.Hesses Gedicht "Süden": 

"Kindermenschen treiben Markt und Kram
Armut sonnt sich frei und ohne Scham."...

"Drüben über´m weißen Bergrand 
sucht mein Herz das ferne Vaterland,
kühles Reich der Wolken und der Winde.
Nimmer wird der Süden mein,
Nimmer läßt das Paradies mich ein,.."

Doch hierüber wollte ich eigentlich gar nicht schreiben. 

Sie kennen doch sicher dieses unangenehm, beklemmende Gefühl, wenn man über etwas so eine richtige Wut hat, sich empören will, dies hinausschreien will, eventuell sogar einen Anflug von Aggression in sich verspürt, mit welchem ein zivilisierter Mensch jedoch umgehen kann und sich an Papst Gregor den Großen erinnert, dem man den Satz zuschreibt: "Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht."

Im Film „Der gezähmte Widerspenstige“  geht Elia Codogno (Adriano Celentano) nachts zum Holzhacken, so wie vielleicht andere blogger, die sich das ganze Jahr über auf einem Fahrradsattel hin- und herreiben, dies als ihre persönliche Problemlösung betrachten. So hat halt jeder seine persönliche Form der Sublimierung.

Sie kennen ja meine Berufung und es wäre ein Leichtes sich dieses stauigen Gefühls mit Hilfe eines „starken Mannes“ zu entledigen, was aber eigentlich einem Mißbrauch gleichkäme, wie sich auch die Handhabung eines brachialen Arbeitsgerätes, wie die von Adriano (Celentano) bevorzugte Axt, bei meiner freudvollen, dem Guten und Schönen zugeneigten Lebensform, ebenso ausschließt.

Für solche, zum Glück, seltenen Anlässe habe ich mir vor vielen Jahren meinen BeoLab Active Subwoofer ein wenig modifizieren lassen.

Dieses Mal waren es unter anderem die Vibrationen der Bassgitarre von Led Zeppelins „The lemon song“, die mir wieder halfen zu einem mir vertrauterem Gefühl zurückkehren zu können.

Ach, ich sagte ja noch garnicht, was mich so in Unruhe versetzte. 

Vor wenigen Tagen rief Claude aus Genf an und sagte ich solle mir auf Youtube mal diesen Film ansehen:

https://www.youtube.com/watch?v=6wyo3qsv7U8

.................. Ich habe ihn mir mehrfach angeschaut. 

Erinnern Sie sich noch ? In diesem Zusammenhang sollte man sich erinnern, daß erst vor wenigen Wochen die Tagespresse das Bildchen publizierte, auf welchem eine Gruppe dieser, überwiegend stets schwarz gekleideten, Immigranten, ein mit einem blauen Davidstern selbstbesticktes Deckchen, was die Flagge des Staates Israel darstellen sollte, angezündet hochhält und als Flaggenverbrennung von der Öffentlichkeit interpretiert werden sollte.


Bemerkenswert ist hierzu der Eintrag auf Wikipedia:

„In Deutschland steht das öffentliche Verbrennen von Flaggen der Bundesrepublik Deutschland oder ihrer Länder unter Strafe (Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole, § 90a StGB). Auch der Versuch ist strafbar.

Das Verbrennen ausländischer Flaggen ist in Deutschland dann erlaubt, wenn es sich nicht um auf Grund von Rechtsvorschriften oder nach anerkanntem Brauch öffentlich gezeigte Flaggen handelt (§ 104 StGB).“

„Die Gnade der späten Geburt“, die wirklich einzige Gemeinsamkeit, welche mich mit ihrem Wortschöpfer, Helmut Kohl, verbindet, löste sich in mir, wie wohl bei jedem, der noch einen Hauch von menschlicher Würde und moralischem Empfinden in sich verspürt, unwiederbringlich im Äther auf. ( bei diesem YouTube Filmchen )

Der stets um übertriebene Zurückhaltung bemühte Franz Fischlin, Sprecher der Schweizer Tagesschau, formulierte dies am 20.04.2018 so:

„Deutschland ist nicht mehr dasselbe Deutschland, seit es vor drei Jahren mehr als eine Million Flüchtlinge aufgenommen hat. Die politische Statik im Land ist sozusagen verschoben worden.“

Für die Hauptausgabe der Schweizer Tagesschau war das schon eine ungwöhnlich klare Aussage.

Und auf „Channel 10 News“ sagte die politische Vertreterin der Mehrheit der Deutschen dann:

„Wir haben jetzt auch neue Phänomene, indem wir Flüchtlinge haben oder Menschen arabischen Ursprungs, die wieder eine andere Form von Antisemitismus ins Land bringen.“ um im Pluralis Majestatis zu ergänzen:

„Das bedrückt uns.“

Wenn man an dieser Stelle den Humor noch nicht ganz verloren hat, denkt man doch sofort an ein Interview, welches Anne Will im Februar 2016 mit dieser Frau führte und jene damals sagte:

„Ich bin auch manchmal verzweifelt. Aber dann hoffe ich, dass aus der Verzweiflung wieder etwas Vernünftiges wird.“

Entweder lebt sie heute in einem Zustand, den sie für vernünftig hält oder sie ist immer noch verzweifelt, doch in beiden Fällen wäre das keine Eignung für das Amt des Bundeskanzlers.

Bei der Sommerpressekonferenz im August 2015 sagte Merkel noch:

„Es gibt keine Toleranz gegenüber denen, die die Würde anderer Menschen infrage stellen.“

Wenn jetzt Dinge geschehen, wie sie in dem kurzen Film bei Youtube zu sehen sind, und wie man hört ist dies ja keiner dieser berühmten „Einzelfälle“, so erscheint heute Merkels:

 „Das bedrückt uns“ aus deren Munde, in Bezug auf die Menschen, denen sie Tür und Tor geöffnet hat, neuerdings wesentlich rücksichtsvoller, nahzu verständig, gar Verständnis schaffen wollend.

Und im selben „Channel 10 News“ Interview sagte Merkel dann auch noch: 

„Die Sicherheit Israels ist auch Teil der Staatsräson Deutschlands.“ Der Staat Israel wird, wie in der Vergangenheit auch schon, wissen, was er von solchen Worten zu halten hat.

Wie „Deutschlands Staatsräson“ zu verstehen ist zeigte sich doch schon am 5.September 1972, dem Tag des palästinensischen Attentats auf die Mannschaft Israels bei den Olympischen Spielen von München und dem darauffolgenden, dilettantisch verkorksten Befreiungsversuch der israelischen Geiseln durch die deutschen Exekutive.

Vor einigen Tagen besuchte ich einen Bekannten und zur Begrüßung schaute ich kurz in dessen Kinderzimmer, in welchem die beiden Kleinen, zum einen unentwegt auf ihren ulkigen Smartphones herumtippten, wie zum anderen der Fernseher lief.

Ich habe ja gar keine Zeit dafür, um auch nur einer der beiden stupiden Beschäftigungen nachzugehen, doch die laufende Sendung mit dem Titel: „Aliens- Der ultimative Ratgeber“ weckte mein Interesse und ich hörte kurz zu, was ein Geoff Marcy - Astronom bei der University of California - sagte:

„Sie (die Aliens) haben sich hoffentlich soweit entwickelt, daß sie miteinander konstruktiv zusammenarbeiten, so, daß sie auch uns gegenüber friedlich sind. Eine Kooperation von der beide Seiten profitieren. Wir könnten unsere Literatur, Musik und Lebensphilosophien austauschen.“

Ich dachte mir dabei, daß wohl auch Frau Merkel und ihre Wählerschaft in ihrer politischen Weitsicht daran gedacht haben mögen und sich durch Geoff Marcy´s Aussage inspirieren ließen, als Sie 2015 das berühmte „wir schaffen das“ propagiert haben und die islamischen / afrikanischen Aliens ins Land geholt haben.

Bei diesem, nun schon weit zurückliegendem, „wir schaffen das“ dachten wohl die wenigsten an Heinrich von Kleists Aufsatz „Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden“, Frau Merkel schon garnicht, und irgendein Historiker wird diese Worte in einigen Jahrzehnten als Merkels Populismus wie auch als Folge der Nutzung so genannter sozialer Netzwerke sehen. Ebenso glaubt der Philosoph Michael Sandel schon heute erkennen zu können, daß die Menschen an einer kollektiven Aufmerksamkeitsstörung leiden. 

Ja, da hat man halt nicht aufgepaßt. 

Und, wenn Herr Sandel meint, daß die Ablenkung der so genannten Sozialen Medien eine Verarmung des öffentlichen Diskurses sei, so würde ich ihm nicht widersprechen wollen. Die öffentliche Meinungsbildung hat, wie er ebenso sagt, keinen moralischen Gehalt mehr und ist „frei ist von Debatten über politische Identitäten und gemeinsame Ziele.“

Ich versuche ja auch, hin und wieder, so ein wenig in die Zukunft zu schauen.

Die NZZ zitierte Bassam Tibi in einem Interview neulich mit der Überschrift: „Der deutsche Staat kapituliert vor dem Islam“ und ich denke, so beschämend das auch ist, er hat recht.

Im entrée meines Hauses habe ich ja einen stummen Butler stehen, welchen ich vor vielen Jahren in einem ganz kleinen Antiquitätenladen in Mailand gekauft habe. Eine lebensgroße Figur im Stile eines Hofmohren mit buntem Kostüm und Turban, der ein silbernes Tablett in seinen Händen hält, auf welchem alle meine Besucher zuerst einmal ihr Smartphone ablegen. Sie werden es mir nicht glauben, aber es ist gleich viel ruhiger und entspannter in den anschließenden Stunden und an anderen Orten, z.B. in Mailand, wo wir uns regelmäßig zu einer Art „Society of Dilettanti“ treffen, ist es schon immer so gewesen. 

Was heute nur noch mein „stummer Butler“ sein darf, war früher ja auch ein Erfolgskonzept.

Man denke hierbei doch nur einmal an das herausragende Beispiel von Angelo Soliman.

Mit der Integrationshilfe von Fürst Wenzel von Liechtenstein machte der Nigerianer vom Stamm der Magumi Kanuri, doch eine richtige Karriere und die Aufnahme in die Freimaurerloge war nur ein Höhepunkt in seinem Leben. Doch davon will das Merkeldeutschland nichts wissen.

Dabei schrieb Bataille schon von den humanen Energieüberschüssen, die sich entweder in Form von gewaltsamen Ausbrüchen - jüdische Mitbürger tätlich angreifen - , Vergewaltigungen, sexuelle Belästigungen oder anderen kriminellen Handlungen in Deutschland oder in Kriegen  - Stammeskriege in deren Heimatländern - in kürzester Zeit eruptiv verausgaben.

Die konsequente Schlußfolgerung aus Bataille, wäre die Hebung des allgemeinen oder weltweiten Lebensstandards durch deren freiwillige Verpflichtungserklärung zum uneingeschränkten Arbeitseinsatz, welcher unmittelbar zur individuellen wie der kollektiven Steigerung luxurierender körperlicher-geistiger Bedürfnisse führte und somit umgehend der Allgemeinheit zugeführt würde. 

Bataille beschrieb hierbei nichts anderes als die analoge Umsetzung des Freud´schen "Triebstaumodells".

Merkel hat Leute, wie in dem oben genannten Youtube Video, en gros importiert, eingeladen oder ihnen einfach in kindlicher Naivität die Türen geöffnet und die Menschen in Deutschland müssen nun sehen wie sie mit diesem Zustand zurecht kommen.


Der Gedanke den raumfordernden, haßerfüllten Islam, den man mit Teddybärchen begrüßt hat, endlich entschlossen zurückzuweisen, ist nicht nur ein Tabu in Deutschland. 

Vor wenigen Tagen schrieb mir ein schüchtener, bayerischer Begleiter von seinem Besuch bei Karl Valentins Denkmal in München. Ich hatte mich mit diesem Großmeister des Absurden noch nie beschäftigt, doch erinnere ich mich daran, daß Karl Valentin 1932 seiner Tochter Bertel eine Rechnung für ihre Existenz schickte, was ja auch eine Lösung wäre im Hinblick auf all die Neueingewanderten.

Ich habe meinen BeoLab Active Subwoofer und Unsereins - souvent distinguées par les manières et l‘esprit - hat ohnedies mit all dem abstoßendem Übel wenig zu tun.

Von Talleyrand kennt man den Ausspruch:
«Ceux qui n’ont pas connu l’ancien régime ne pourront jamais savoir ce qu’était la douceur de vivre.»,

der auf die Gegenwart bezogen heute so übersetzt werden könnte:

Wer nicht vor der Regression durch Merkel gelebt hat, weiss nichts von der Süsse des Lebens.


Na, dann bis zum nächsten Mal!