Dienstag, 14. Juni 2016

ZEIT.geschehen

„Dressing for success“

Anfang des Monats wurde im Theater Chur das Stück „Falsche Welt, dir trau ich nicht!“ aufgeführt. Der Titel ist an Johann Sebastians Bachs Kantate (BWV 52) angelehnt. In dieser Interpretation des Regisseurs Peter Konwitschny werden drei Lebensstationen einer Frau gezeigt. 

Das erste Bild zeigt die Frau als das ausschließlich konsumorientierte, pubertierende Mädchen. Im zweiten Aufzug hingegen ist sie eine fach- wie sachkundige, dem Hedonismus zugewandte Prostituierte, die recht ungezwungen ihrer Vorliebe für teuere Mode nachgeht und im dritten Teil der Aufführung, von Demenz gezeichnet, befindet sie sich in einem Pflegeheim.

Fragt man sich nun was das alles mit einer Bach Kantate zu tun haben könnte, so scheint das Anliegen Peter Konwitschnys wohl zu sein, daß hier, wie in Bachs Kantate, auf die Sünden der Welt verwiesen wird, ihre Verlogenheit, wie auch der Trost der Menschen einzig in der Hoffnung auf das erlösende Jenseits zu finden ist.

Nun schrieb J.S. Bach seine Kantaten vor jener Zeit, die wir unter der Epoche der Aufklärung, dem Siècle des lumières, kennen.

Vor wenigen Tagen wieder einmal in Genf, war ich ein wenig auf Spurensuche. Über ein Jahrhundert vor J.S.Bach war Johannes Calvin, der große Reformator, bekanntlich dort tätig in einer Zeit, in welcher in der Stadt Genf große soziale Unterschiede herrschten, was auch zu großen Spannungen innerhalb der Bevölkerung führte.

Calvin sah sich in seiner Gottesvorstellung gestört durch den Egoismus der Menschen und konnte im Zusammenwirken mit dem Genfer Rat seine Vorstellungen durchsetzen, vermutlich auch, da Calvins Forderungen darauf beruhten auf eine lustbetonte Lebensführung zu verzichten, wie auch die Wohlhabenden darauf verzichten sollten, ihren Wohlstand demonstrativ nach Außen zu tragen.

Geschichte wiederholt sich und so erhob sich, wie ein kleiner Phönix aus der Asche, ein Herr Maas in Deutschland, als ein neuer Calvin und Lustbereiniger. 

In der FAZ konnte man lesen:
sexistische Werbung soll verboten sein - Mit dem Vorhaben setzt Maas dem Bericht zufolge einen Beschluss der SPD-Parteispitze um. Die hatte in Reaktion auf die sexuellen Übergriffe der Silvesternacht in Köln beschlossen, ein „moderneres Geschlechterbild“ in Deutschland zu etablieren.“

Das klingt sehr danach einen islamischen (Wunsch) Manierismus und Moralistik zu etablieren.

Nein, nein, es wäre wohl nicht recht einem Herrn Maas, wie der Regierung, der er angehört derartiges unterstellen zu wollen. 

Viel eher ist anzunehmen, daß sich ein solcher Mensch der deutschen Geschichte, an den Codex Austriacus, erinnert:
„… derlei Darstellungen mannigfaltige unschuldige Jugend beyderley Geschlechts zum übeln angereizet und verführet auch fast jeder männiglich geärgert, und mithin Gott der Allmächtige, wann Wir als regierender Herr- und Landesfürst aus Christlichem Eifer solches nicht abzustellen trachteten, gar leichtlich zu seinem gerechten Zorn, und verhängenden schweren Strafen, bewogen werden könnte.“
Damals, wie heute bestand die Befürchtung, Gottes Zorn und Strafgericht auf sich zu ziehen, würde man gegen diese Form der Unzucht nicht vorgehen. Nun, heute sind es  Angst und Unterwerfung der Politik vor der sogn. Scharia.




Ich war ja vor einigen Tagen wieder einmal in München und, wie Sie sehen können, ist genau gegenüber vom Rathaus dieses Werbeplakat angebracht worden.

Der Münchner Marienplatz erscheint in diesen Tagen als Schauplatz einer sexistischen Darstellung im Großformat und entspricht wohl so garnicht den Vorstellungen des modernen Geschlechterbildes der Deutschen Regierungselite.

Die Maas´schen Regierungsvorstellungen sehen das "moderne Geschlechterbild" erreichbar in einem Verbot, angeblicher, „sexistischer Werbung“.

Es geht dieser Regierung nicht um ein Einschreiten gegen den vorherrschenden Sexismus, also einer auf das Geschlecht bezogenen tagtäglichen Diskriminierung, wie z.B. der islamischen Verhüllung von Frauen, oder dem Verhältnis von islamischen Männern gegenüber Frauen im Allgemeinen, wie der europäischen Frauen im Besonderen.

„Sexistische Werbung ist die Darstellung von geschlechterbezogenen Vorurteilen und Verhaltensweisen, die eine Personengruppe gegenüber einer anderen sozial abwertet. Werbung ist dann sexistisch, wenn sie ein Geschlecht, meistens die Frau, in traditionell beschränkter Funktion, als sexuell verfügbares Wesen oder nur mit stereotypen Eigenschaften darstellt; wenn sie Körper oder Körperteile wie Hintern und Brüste als Blickfang einsetzt und so voyeuristische Instinkte bedient.“
(Auszug aus www.stadt-zuerich.ch/content/prd/de/index/gleichstellung/themen/oeffentlichkeit/sexisti- sche_werbung/definition.html#sexistisch_ist_nichtsexy [Stand: März 2014])

Unter der Definition bei gegenwärtiger Gesetzeslage, wird sich nichts finden lassen, was man verbieten könnte.

Bei dem Plakat steht kein Sexismus im Vordergrund. Es geht vielmehr darum das Bedürfnis, den Wunsch für ein kleines Stück Wäsche von einer Billigkette zu wecken, der legitimen Aufforderung der Wirtschaft in der bildlichen Darstellung zu sagen: "kauf mich".

Die Kommunikationswissenschaftlerin Prof. Holtz-Bacha bezieht sich in ihrer Schrift: „Stereotype? Frauen und Männer in der Werbung.“ (Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2008) auf zahlreiche Studien und beschreibt, weshalb Werbung als „Spiegel der Gesellschaft“, Frauen gerade nicht so zeigt wie sie als Rezipienten tatsächlich aussehen. Die Werbung will die Frauen zeigen wie sie aussehen wollen, wie sie gesehen werden möchten und so ist es eine Art Masochismus, der viele Frauen veranlaßt das beworbene Produkt zu kaufen, um in Folge anschließend ebenso auszusehen, wie das werbende Modell, wie auch Waltraud Posch (2009) schreibt: 

„Der Kult um die Schönheit ist in Wirklichkeit kein Kult um die Schönheit, sondern ein Ringen um die persönliche und soziale Positionierung in einer unsicher erscheinenden Welt, die sich in einem Kult um die Schönheit äußert. Schönheitshandeln ist nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck“.  

Es ist ein Spiel der Werbung, der Wirtschaft und wahrhaftig kein Grund sie zu verbieten; mit einer Tradition, die in die Renaissance zurückreicht und man noch Bilder malen mußte, da es die Photographie und Photoshop noch nicht gab.

In einem kleinen Büchlein mit dem Titel: „Zit. n. Franco Sacchetti - Die wandelnden Leuchtkäfer“ lesen wir:

„Häufig werden Mädchen geboren, vielleicht sind es auch die meisten, die wie Roßkäfer aussehen, – was tut’s? – man scheuert sie hier, übergipst sie dort, setzt sie der Sonne aus und bringt es dahin, daß sie weißer werden wie der Schwan. Und welcher Tuch- oder Wollhandwerker, oder welcher Maler vermag aus Schwarz Weiß zu machen? Gewiß keiner; denn es ist gegen die Natur. Mag ein Gesicht bleich oder gelb sein – durch künstliche Farben bewirken sie, daß es einer Rose gleicht; erscheint es infolge eines Fehlers oder durch die Einwirkung der Zeit welk, machen sie es blühend und frisch. kein Maler, Giotto oder irgendein anderer nicht ausgenommen, hat jemals besser koloriert als sie, [...]. [...] Und um zum Schluß zu kommen, ich sage und versichere Euch, daß die Frauen von Florenz größere Meister in Malerei und Plastik sind als irgendwelche andere Meister, die es je gegeben hat; denn man sieht es sehr deutlich, daß sie dort wieder gut machen, wo die Natur versagt hat. Und wenn Ihr mir nicht glaubt, so haltet in unserer ganzen Stadt Umschau, und Ihr werdet so gut wie keine Frau finden, die schwarz wäre. Das kommt nicht etwa daher, daß die Natur sie alle weiß geschaffen hat, sondern die meisten sind durch Kunst aus schwarzen Frauen weiße geworden. Und ebenso steht es auch mit ihren Gesichtern und Oberkörpern, die von ihnen, selbst wenn sie von Natur aus nicht nur gerade, sondern auch schief oder verzerrt sind, mit viel Kunst und Erfindung allesamt in ein schönes Verhältnis gebracht wurden.“

Unabhängig vom populistischen Anliegen eines Werbeverbotes, scheint es mir auch durchaus vorstellbar, daß die Umsetzung eines solchen Verbotes, nicht nur von der Politik gefordert wird, sondern auch von einem großen Anteil der heimischen Bevölkerung begrüßt werden könnte.

Es ist die, auch durch die deutsche Regierung provozierte, persönliche und soziale Positionierung in einer unsicher erscheinenden Welt, die sich in einem Kult um die Schönheit äußert und notwendig macht.

Schönheit wird so also ein Beitrag zur Subjektkonstituierung der Frau. Schönheit, Lust, Wollust, dem Begehren, wie dem begehrt werden Wollen und der, galante, wie spielerische Umgang hiermit sind doch Bestandteil unserer Kultur.

Gleichzeitig ist die öffentliche, plakative Darstellung gewisser „Körpernormen“ oft der bewußte, oder unbewußte, konfrontative physische Vergleich, dem manche Frau nicht standhalten dürfte, und bei labileren Frauen, verständlicherweise an der Psyche nagt, was wieder der gegenwärtigen politischen Führung entgegenkommen dürfte und zweifellos ein kleines Konfliktpotential für Herrn Maas in sich trägt.

Eine Frau sollte nach deren Ansicht und einer, zugestandenen, kurzen Werbungsphase, gutausgebildet im Berufsleben stehen und Steuern zahlen, Kinder haben und betreuen, die mütterlichen Ansprüche der Familie erfüllen, äußerlich, in Kleidung und Aussehen eher kumpelhaft auftreten und, wenn es schon unvermeidlich scheint, hin und wieder Sex mit ihrem Mann haben.

Da sich bereits ganz offensichtlich sehr viele Frauen in dieses Bild eingefügt haben, wäre es im Sinne von Herrn Maas durchaus gerechtfertigt von einem „modernen = der Zeit entsprechend/ neuzeitlich - (weiblichen) Geschlechterbild“ zu sprechen, was jedoch kaum als eine positive Fortentwicklung unserer Kultur verstanden werden kann.

Das gezielt irreführende Anliegen des Herrn Maas ein Werbeverbot durchzusetzen, lenkt vom eigentlichen Problem des Sexismus und den Problemen der Regierung ab.

P. Glick (Professor of Psychology at Lawrence University in Appleton, Wisconsin) & S.Fiske (Professorin of Psychology and Public Affairs at the Princeton University Department of Psychology) beschreiben in „Ambivalent sexism“ (2001) feindseligen und benevolenten Sexismus. Der feindselige Sexismus ist jener, den die islamischen Gäste der westeuropäischen Frau, wie ihren eigenen Frauen gegenüber zeigen und wie er oft auch Frauen begegnet, die selbstständig und erfolgreich sind.

Benevolenter Sexismus wird beschrieben als das paternalistische Verhalten, welches die Frauen durch vorgebliches Beschützen und Helfen letztendlich doch in ihre traditionelle, zweitklassigen Position verweisen soll.

Bei der gegenwärtigen deutschen Politik darf man durchaus annehmen, daß ein Herrn Maas, in seinem Sendungsbewußtsein, die Klaviatur beider Varianten bedienen will.

So stellt sich vielmehr die Frage, wen die Regierung mit ihrem Verbot angeblich schützen möchte.

Die unsere moderne Kultur hassenden Islamis oder die deutschen Frauen, die von Islamis sexuell belästigt und vergewaltigt werden, die Frauen, die die Prinzipien der Werbung nicht verstehen, oder eine unfähige Administration, die mit Ablenkungsthemen Zeit schinden will? 

Es spricht vieles dafür, daß es der deutschen Politik um die unerklärliche Bevorzugung der Eingeladenen geht.

Als Fürsprecher der islamischen Vorzugsgäste muß diese Werbung für Dessous von der Bundesregierung jetzt als sexistisch deklariert werden.

Bei den vorherrschenden archaischen Vorstellungen des Islams, wie eine Frau auszusehen hat, können sich diese, bei solchen Werbeplakaten nur „abgewertet“ fühlen, da ihre einfältigen Lebenswelten noch nicht berücksichtigt werden.

Das anstehende Werbeverbot erinnert an eine andere Meldung vor wenigen Tagen in der FAZ mit der Überschrift: „Hunderttausende Ermittlungsverfahren für den Papierkorb“, in welchem darüber berichtet wird, daß hunderttausende von Ermittlungsverfahren wegen illegaler Einreise, wegen „Geringfügigkeit“ der Vergehens - der illegalen Einreise - eingestellt werden. 
Ungeachtet der Frage, ob Ihnen, werter Leser, jemals ein Strafzettel wegen falschen Parkens mit der Begründung der „Geringfügigkeit“ erlassen wurde, zeigen solche Veränderungen doch, daß die deutsche Regierung islamische, illegale Einwanderer der eigenen Bevölkerung gegenüber bevorzugt behandelt.

Neben dem, bedauerlicherweise, auch in unserer Gesellschaft anzutreffendem Sexismus ist es der eingeladene und hofierte Islam, der den Sexismus in unsere Öffentlichkeit trägt und deutlich sichtbar macht, wenn, vermutlich Frauen, ohne jegliche Identität, verhüllt durch unsere Städte ziehen.

Diese verhängten, gesichtlosen Objekte, die von Hinten betrachtet nur ein Gesäß erkennen lassen, wie von Vorne gesehen lediglich Brüste vor sich hertragen, erfüllen eindeutig alle Kriterien des Sexismus. ("....wenn sie Körper oder Körperteile wie Hintern und Brüste als Blickfang einsetzt und so voyeuristische Instinkte bedient“ werden.)

Sexismus beruht auf Affekten und Verhaltensweisen, die einen ungleichen sozialen Status von Frauen und Männern zur Folge haben oder darauf hinwirken. (Wikipedia)

Werbung ist ein Spiel und fast Alle spielten es bisher gerne, bis man im vergangenen Jahr damit begann Menschen aus anderen Lebensräumen, grundlos, einzuladen, die mit Hilfe deutscher Politiker unsere Kultur zerstören wollen.

"Falsche Welt, dir trau ich nicht!"
Hier muss ich unter
Skorpionen
Und unter falschen Schlangen wohnen.
Dein Angesicht,
Das noch so freundlich ist,
Sinnt auf ein heimliches Verderben  ………
Die Redlichkeit ist aus der Welt verbannt,
Die Falschheit hat sie fortgetrieben,
Nun ist die Heuchelei
An ihrer Stelle blieben.“                


lautet der Text in Bachs Kantate "Falsche Welt, dir trau ich nicht!" Heute erweckt die deutsche Politik den Eindruck die „Falsche Welt“, zu sein in dem sie sich danach orientiert was vor der Aufklärung für Wahr gehalten wurde und den Sexismus unterstützt, den das was sich Islam nennt, in Europa etablieren will.






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