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ZEIT.geschehen

Fête de l’Escalade

Wenn ich mir meinen Terminkalender anschaue könnte man die augenblicklich noch gewagte Hypothese aufstellen, daß die brachialen gesellschaftlichen Veränderungen in Deutschland in einem Zusammenhang zu sehen sind mit einer Zunahme von Appetenzstörungen. Sicher werden hierzu in den kommenden Jahren einige wissenschaftliche Abhandlungen erscheinen.

Meine zahlreichen Beratungsgespräche in der vergangenen Woche machten mich doch etwas nachdenklich, und es war gut sich auf einige Tage freuen zu können, die einem wieder den notwendigen Abstand geben.

Am Wochenende war die Fête de l’Escalade in Genf als freudvolle Erinnerung an die Wehrhaftigkeit der Bürger der Stadt, wie es eine gute Gelegenheit für kleinere Einkäufe war.

Wenn man mal kurzfristig von Lugano aus nach Genf möchte, geht das ganz schnell mit dem Flugzeug in 50 Minuten; es kostet gerade mal 93,00 CHF und Monsieur B. war der Ansicht, daß seine Suite viel zu groß für ihn alleine sei. Das InterContinental ist eine vorzügliche Adresse mit einem wunderschönen Ausblick auf Stadt und See.

In Anbetracht der traurigen Tatsache, daß der islamische Terror auch nicht vor den Toren der Stadt Genf Halt macht ist das L’Escalade zwar eine Erinnerung an den Überfall der Savoyer im Jahr 1602 und die erfolgreiche Verteidigung der Stadt durch die Bürger Genfs, wie im Besonderen das Gedenken an Mère Royaume, die einen der einfallenden Fremden mit einem mit heißer Suppe gefüllten gußeisernen Topf kampfunfähig machte, und zugleich scheint das Fest in der Tagesaktualität mit seiner Symbolkraft eine neue Bestätigung zu sein.

Das cou­ra­gierte Verhalten von Mère Royaume bildet auch den Höhepunkt des Festes mit dem ausgerufenen Satz «Ainsi périssent les ennemis de la république» (So kommen die Feinde der Republik um).

Ich erkannte mich in einer eigenwilligen Stimmung. Hier die freudvolle und stolze Darstellung der zivilen Wehrhaftigkeit und auf der anderen Seite in Gedanken bei meiner Heimat, wo sehr viele Menschen ihre Geschichte und damit jeglichen kulturellen Anspruch aufzugeben scheinen, sich selbst der Disposition anheim geben, in Anbetracht der einfallenden Massen.



Zum Einkaufen ist die Rue du Rhône einfach verführerisch und mit meinem Besuch bei "Agent Provocateur" in der Rue du Purgatoire habe ich meine Kreditkarten wohl an die zu berücksichtigenden Grenzen gebracht; so zögerte ich bei dem mit schwarzen Blumen und Perlen bestickten BH aus zartem Tüll für 265,00 CHF, den mir dieVerkäuferin beim Bezahlen der schon zahlreichen, liebevoll eingepackten Lingerie Teilchen noch darüberhinaus präsentierte.
Monsieur B. war jedoch so begeistert als ich ihm diesen auf meinem Körper präsentierte, so daß er mir den kleinen Bra zum Geschenk machte. Geistvolle Männer sind in der Regel auch ästhetische Genießer und Förderer des Schönen.

Das Restaurant Hotel du Parc des Eaux-Vives am Quai Gustave-Ador ist eine nette Adresse für ein gutes Essen und Gelegenheit für ruhigere Gespräche. Ich muß ihnen ein Geständnis machen, das jeden Gourmetkenner erschaudern läßt, doch fast jedes Mal wenn ich in Genf bin lüstet es mich nach einem Entrecôte. Eine persönliche Schwäche. Dabei gäbe es so vieles zu kosten und ich schaue ja auch immer ein wenig auf die Teller der anderen Gäste.

Während der Ober die Flasche Wein öffnete, hörten wir in der Ferne das Sirenenheulen von vorbeifahrenden Einsatzfahrzeugen und schlagartig war unser entspanntes Gespräch unterbrochen. In der damit verbundenen Schweigesekunde sah ich augenblicklich eine Schlagzeile vor mir, die ich wohl im vergangenen Monat bei n-tv gelesen habe.

De Maizière hat die dringende Bitte "Keinen Bogen zu Flüchtlingen schlagen", so lautete die headline.

Ich bin nicht H. De Maizière. Ich bin ein Mensch und in einem solchen Augenblick schlug ich diesen "Bogen" schon und fühlte mich nicht schlecht dabei.

Meine kurzfristige Konsterniertheit schien Monsieur B. wohl zur Kenntnis genommen zu haben und er meinte mit ruhiger Stimme, ja, wie soll ich das übersetzen: "Du wirst sicher nie einer dieser Willkommenszombies Deines Landes." und fügte hinzu, daß ihm vor einigen Tagen von einem seiner Mitarbeiter ein Artikel des Münchener Merkurs mit der Überschrift: "Flüchtling fuhr für 400 Euro Taxi - Land bezahlt Rechnung" überbracht wurde, was Ihn sehr amüsiere.

Nun ja, sicher wird man unter politischer Anleitung in den deutschen Medien schnell bemüht sein das wieder als einen bedauerlichen "Einzelfall" darzustellen, doch wie die vergangenen Monate gezeigt haben, scheint da einigen jegliche Verhältnismäßigkeit abhanden gekommen zu sein.
Ich bin da ja etwas konservativ und bin bei dem altbewährtem Spruch, ehrbarer Banker - ja, die gibt es auch noch, aber darüber schreibe ich ein anders Mal - stets gut gefahren:

"bei gegenseitiger Übervorteilsvermutung mache ich aus einem Feind einen Freund."

So ein Gedanke scheint jedoch der deutschen Regierung unbekannt zu sein und von den Hundertausenden junger Männer mit leicht zu weckendem Erweiterungspotential zur Sprengstoffmissionierung kann man das ja gar nicht erst erwarten.

Zwischenzeitlich wurde das  Entrecôte aufgetragen und diesen kulinarischen Genuß entgegenzunehmen mit einem kultivierten, wie ebenso gebildeten Menschen, umgeben von einem standesgemäßen Ambiente, ist Leben.

In solchen Augenblicken denke ich gewöhnlich nun wirklich nicht an den proletarischen Bodensatz der bundesdeutschen Politik, doch vermutlich noch immer etwas in den vorausgegangenen Gedanken verhaftet und nicht diszipliniert genug mich endgültig vom "da Draußen" zu distanzieren, sah ich vor meinen Augen eine weitere Schlagzeile.

"Sex für eine Mahlzeit"

Später, im Hotel, habe ich kurz nachgeschlagen und es ist eine n-tv Meldung vom 30.November mit der Überschrift: "In Griechenland ist Sex am billigsten", so quasi als Aufforderung für den deutschen Billigtouristen schnell seinen "Geiz ist geil" Weihnachsfickurlaub zu planen. Und weiter war zu lesen: "Einige der Frauen machen es für ein Stück Käsepastete oder ein Sandwich, das sie brauchen, weil sie Hunger haben", zitiert die "Times" den griechischen Soziologieprofessor Gregory Laxos, der die Studie in den vergangenen drei Jahren geleitet hat."
Innerhalb der Studie von der Athener Pantion-Universität wurde bekannt, daß der Preis "für 30 Minuten Sex von 50 Euro runter auf 2 Euro." gefallen sei, als Folge des europäischen Spardiktates unter Führung dieser ostdeutschen Person.

Sogenannte "islamische Flüchtlinge" fahren mit dem Taxi durch die deutschen Lande, als staatlich finanzierte Sightseeingtour und der deutsche Steuerzahler bringt für derartige Vergnügungsfahrten, die er sich selber nicht einmal leisten könnte 400,00 € auf und auf der anderen Seite müssen Frauen in Griechenland sexuelle Dienstleistungen für 2 € anbieten, um überhaupt etwas zum Essen zu haben und keiner kann mir glaubhaft versichern, daß diese Person in Berlin nichts davon wüßte.

Und da war er wieder, jener Satz mit der "dringenden Bitte" von De Maizière:

"Keinen Bogen zu Flüchtlingen schlagen"

Monsieur B., seit vielen Jahren im diplomatischen Dienst, war der Meinung ich würde die Dinge zu ernst nehmen und aus Sicht seiner Tätigkeit erscheint mir das auch verständlich, doch ich beschäftige mich mit den Menschen.

Wenn in deutschen Willkommenslagern sich über das Essen mokierende Islam
Anhänger mit der umgehenden Änderung des Menüs bedient werden und in Griechenland oben beschriebene Verhältnisse zum Alltagsleben werden, liegt zum einen der Schluß nahe, daß der deutschen Politik der Sinn für Europa abhanden gekommen scheint, wie auch für diese der Wert einer sich in Griechenland zwangsprostituierenden Frau geringer ist, als der stets nehmende Islamvertreter aus einer Bananenrepublik.

Ein Menschenbild vom mecklenburg-vorpommerischen Kartoffelacker.

Nach Mitternacht in der Bar le Fumoir des InterContinental gesellte sich Monique, eine Kollegin von Monsieur B. zu uns, und bei Cognac und einer Zigarre fanden wir wieder zu den Guten und Schönen Dingen des Lebens zurück.

Als Monique und ich kurz nach Draußen gingen, um den Lippenstift nachzuziehen und was man sonst so macht, wenn man mal kurz das Bedürfnis hat den Raum zu verlassen, erzählte sie mir ein wenig von der erotischen Noblesse von Monsieur B., die ebenso kunstvoll sei, wie sein diplomatisches Geschick, verbunden mit der Frage wie weit wir beide uns für den Rest der Nacht nicht nur einer geistigen Unterweisung hingeben sollten?

Ich liebe diese Unterrichtseinheiten!

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