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Posts

Es werden Posts vom Dezember, 2015 angezeigt.

ZEIT.geschehen

Luxury, Feuer, Feuerwerk und andere Brandstifter

„Von den Dingen, die man benötigt, kann man nicht mehr als eine bestimmte Menge verbrauchen, für den Luxus hingegen gibt es keine Grenzen.“ (Leo N. Tolstoi)

Wenn man so die Wahl hat ist es nicht einfach den kleinen Koffer zu packen und mir scheint, je kürzer die Reise, um so schwieriger wird es. Vor einiger Zeit hatte ich das Vergnügen die Bekanntschaft mit einem Gentleman aus Saint-Imier zu machen, welcher dort eine jener kleinen Manufakturen besitzt, in denen die kleinen Kunstwerke angefertigt werden, die einem helfen können sich zeitlich zu orientieren, aber doch vordergründig das Handgelenk zieren.

Stéphane rief mich, einige Tage nachdem ich mein neues Schmuckstück bei ihm erworben hatte, an und fragte mich, ob wir Silvester gemeinsam verbringen wollen. Und so packe ich nun meinen kleinen Koffer, um morgen in Zürich zu sein. Er hat mir ein Zimmer reservieren lassen im Baur au Lac, obwohl ich dort vermutlich nur meinen Koffer hinaufb…

«J'appelle Ange, celui qui porte la Lumière.»

ZEIT.geschehen

Es ist die dunkle Jahreszeit, Anlaß mal wieder das Unglaubliche zu kultivieren, oder?

Vor ein paar Tagen, genauer gesagt am 8.12 war hier auch einer jener kantonalen
Märchentage.„Immaculata“, die unbefleckte Empfängnis Mariens und in den darauffolgenden Tagen bis Weihnachten und Hl. Dreikönig setzen sich ja solche „Märchentage“ gesellschaftlich institutionalisiert und dicht aufeinanderfolgend fort. Diese romantischen Tage lassen einen wirklich manchmal glauben, daß die Menschen glücklicher wären.

Doch selbst in der Isoliertheit des Tessins kann ich mich nicht vollkommen der Sorge entledigen, die mich befällt, wenn ich die stündlich wechselnden Meldungen in den Online Medien zur Kenntnis nehme, in denen permanent, wie "krampfend" an der neuen gesellschaftlichen Realität meiner Heimat gebastelt wird. Sozusagen der weihnachtliche Strohsterne Bastelwahn für den Islam, inszeniert von dieser Person mit postoraler Prägung.

Ich bin auf dem Weg nach Lugano und eine gespannt, freudige…

«J'appelle Ange, celui qui porte la Lumière.»

ZEIT.geschehen

Body-Mass-Index

Jetzt, kurz vor Weihnachten, ist es noch immer angenehm warm hier, so daß ich mit all den Zeitungen heute wieder bei einer Tasse Kaffee, auf meiner Terrasse lesen kann.

Das französische Parlament beschloß, daß in Zukunft keine „Mager-Models“ auf den Laufsteg dürfen. Man wird sicher nicht lange darauf warten müssen, daß dieser Beschluß von anderen Ländern übernommen wird.

Models müssen in Frankreich jetzt ein Gesundheitszeugnis vorlegen aus welchem zu ersehen ist, daß sie einen festgelegten Body-Mass-Index nicht unterschritten haben.

Wer es wagen sollte ein Model ohne Gesundheitszeugnis zu beschäftigen dem drohen sechs Monate Gefängnis oder 75 000, 00 € Strafe. Beachtenswert scheint mir, daß das Gesetz auf Frauen zutrifft.

Juliette, eine gute Freundin, wird jetzt wohl arbeitslos werden?

Ich habe mir ja schon überlegt, ob dieses Gesetz auch bei Frauen angewandt wird, die z.B. in einem Hypermarché wie „Carrefour“ hinter einer Kasse die ausgewählte Ware über ihren piepsende…

«J'appelle Ange, celui qui porte la Lumière.»

ZEIT.geschehen

Fête de l’Escalade

Wenn ich mir meinen Terminkalender anschaue könnte man die augenblicklich noch gewagte Hypothese aufstellen, daß die brachialen gesellschaftlichen Veränderungen in Deutschland in einem Zusammenhang zu sehen sind mit einer Zunahme von Appetenzstörungen. Sicher werden hierzu in den kommenden Jahren einige wissenschaftliche Abhandlungen erscheinen.

Meine zahlreichen Beratungsgespräche in der vergangenen Woche machten mich doch etwas nachdenklich, und es war gut sich auf einige Tage freuen zu können, die einem wieder den notwendigen Abstand geben.

Am Wochenende war die Fête de l’Escalade in Genf als freudvolle Erinnerung an die Wehrhaftigkeit der Bürger der Stadt, wie es eine gute Gelegenheit für kleinere Einkäufe war.

Wenn man mal kurzfristig von Lugano aus nach Genf möchte, geht das ganz schnell mit dem Flugzeug in 50 Minuten; es kostet gerade mal 93,00 CHF und Monsieur B. war der Ansicht, daß seine Suite viel zu groß für ihn alleine sei. Das InterContinental ist eine …

«J'appelle Ange, celui qui porte la Lumière.»

Ephemere

Et mon coeur dit vas-y ♫ ♫ und mein Herz sagt: Mach weiter ♫

Noch ganz und gar im Bann meines Tagtraums, mache ich mich frisch und kleide mich an. René kommt. Eigentlich ist nichts kompliziert daran, denn all zu sehr bekleidet mag er mich ohnehin nicht. Dennoch passiert das Mißgeschick, daß ich in den dünnen Seidenstrümpfen hängen bleibe, was natürlich eine Laufmasche ergibt - ausgerechnet jetzt, wenn ich nicht genau weiß, wann er vor der Türe stehen wird. Nichts mag ich weniger als mich mitten in der Ankleide beeilen zu müssen.


"Das Leben ist kompliziert und will ständig etwas von einem", denke ich mir.
Aber das eine gebe ich ihm wirklich gern: meine Lust, in gewählter Selbstbeschränkung, im Leben auf hohem Fuß an eine Tradition anzuknüpfen, in der ich mich als kulturelle Schöpfung zu mir bekenne. Also lege ich nach dem Wechsel der bas de soi auch noch die  HIGH HEELS mit ihrer zeitaufwändigen, elend langen Schnürung an; mein Kleid mit dem schnellen Reißverschluss wird den höh…

«J'appelle Ange, celui qui porte la Lumière.»

Ephemere

L´amitié amoureuse

Am Münchner Marienplatz ist der Weihnachtsbaum beleuchtet, die Menschen stehen vor den Buden und freuen sich an den netten Weihnachtsartikeln, die dort angeboten werden. Mir fehlt ein wenig der Bezug hierzu, aber schön und heimelig schaut es ja schon aus.

Ich hatte noch etwas Zeit an diesem Sonntag und so bin ich ein wenig durch die Stadt flaniert bevor ich, kurz vor 19.00 Uhr, zum Opernplatz ging, um mich mit Jean-Claude und seiner Partnerin Francesca zu treffen, die für einige Tage aus Paris hierher gekommen sind.

Wir hatten Karten für die Premieren Vorstellung von Sergei Prokofjew "Der feurige Engel". Eine wunderbare Vorstellung! Und ebenso bereichernd ist es, wenn man sich unter Seinesgleichen, kulturschätzenden und gepflegten Menschen befindet, wie man auch noch keine Befürchtungen haben muß, hier unangenehmen Menschen begegnen zu müssen, die diese Person aus Berlin jetzt zu Hunderttausenden eingeladen hat. Wenn sie erst einmal beginnen ihren Kulturba…