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ZEIT.geschehen

Les bijoux indiscrets
Eigentlich wollte ich den Dezember in Sanary-sur-Mer, bei lieben Freunden verbringen, doch manchmal geht es einfach nicht ganz so wie man es sich so vorgestellt hatte.
So feierte ich das Weihnachtsfest hier im leicht verschneiten Tessin mit lieben Gästen. Am Weihnachtsabend war es sehr ruhig in Lugano, es fuhren nur wenige Autos an der am See gelegenen Straße und es herrschte eine ungewöhnliche Stille an der Uferpromenate, die ich mit meiner kleinen soubrette entlangging und dies war auch Gelegenheit einiges sehr Persönliches zwischen uns zu besprechen. Doch schließlich redeten wir nur noch von unseren Erinnerungen zum Weihnachtsfest in unseren Kindertagen.
Von der Erwartung auf die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum und dem obligatorischen Kirchgang an Weihnachten mit den Eltern in München.
An der Piazza della Riforma angekommen entschlossen wir uns uns den Menschen anzuschließen, die die steilen Treppen zur Kirche emporstiegen, um dort die Christmette zu besuchen. E…

J'appelle Ange...,

ZEIT.geschehen

Die Macht des Ungedachten
Es ist heute etwas kühl hier im Tessin, doch, wenn ich mit meinem Mantel zügig in das vorgeheizte Auto steige, ist die Kälte ganz gut zu ertragen und so bin ich heute kurz mal nach Lugano gefahren, dort in die Riva Vincenzo Vela, jene Strasse, welche direkt am See entlang führt, zu einem schmalem, privaten Parkplatz, um mir schnell ein paar Kirschen in einem dieser kleinen Geschäfte in der Innenstadt zu holen.
Ich mag diese erotische Frucht sehr und genieße es, wenn sie mir meine kleine soubrette mit einem Kaffee und ein wenig Gebäck am Rand des whirlpools serviert.
Da kann man auch mal darüber hinwegsehen, daß im Tessin eben alles immer ein wenig teurer ist.

Während ich da so im Warmen liege, was in dieser ungemütlichen Jahreszeit sehr entspannend wirkt, auf Haut, Haare und Seele, und wenn dann dem kleinen körperlichem Luxus auch die Gedanken folgen, das Gegenteil von - Let your mind go and your body will follow -, während ich mich also, mein Ritual einhaltend, …

J'appelle Ange...

Novità

Ich sitze gerade hinter dem Schreibtisch und habe eine meiner Sommergeschichten (www.objectbe.com) beendet. So fortgeschritten wie der Herbst sich zeigt in seiner Dunkelheit und Kälte, war es auch notwendig noch einmal die leichten, libertären Stimmungen des Sommers aufzusuchen, gemäß dem Prinzip von Simon Magnus, gnostischer Philosoph der Libertinage, daß die Ausschweifung befreiender ist als die Askese. Ein hübscher Gedanke, nicht?

ZEIT.geschehen

La nudité de la femme est plus sage que l‘enseignement du philosophe. (max ernst)

Es es nun doch schon einiges mehr als ein Jahrzehnt, daß ich hier als Gast in der Schweiz, im Tessin lebe. Das Malcantone ist eine etwas abgelegene und gemiedene Gegend des Südkantons und der Name „Malcantone“ setzt sich aus Malus und Kanton zusammen. Das Wort Kanton ist hier als schlechter Winkel oder schlechte Ecke zu verstehen. So soll der Bischof von Como diese arme Ecke des Tessins so benannt haben, da die dort lebenden Menschen eher etwas gottlos waren, wie auch Abgabenverpflichtungen nur mäßig nachgekommen sein sollen.
Eine weitere, stets wieder auch von Einheimischen stolz vorgetragene, Erklärung der Namensherkunft besagt, daß diese Gegend ein „unsicheres Gebiet“ gewesen (?) sein soll, wo in den dicht bewaldeten Hügeln Flüchtlinge, Schmuggler und Diebe Schutz suchten und offensichtlich auch fanden.


Das sind halt Erzählungen und wie bei jeder Geschichte wird schon etwas Wahres dran sein.  Auf jeden Fa…

J'appelle Ange...,